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Denkmalpflege

Saustall

Gebäude und Gebäudeensembles und deren Erhaltung

 

Die Erhaltung von Gebäude und Gebäudeensembles stellt natürlich eine zentrale Aufgabe des Vereins dar. So wurden in den vergangenen Jahren eine Reihe von baulichen Maßnahmen abgeschlossen, aber noch viele sind in den kommenden Jahren zu leisten. 

Hier eine unvollständige Liste der abgeschlossenen Vorhaben:

 

Der "Saustall" in Gochsheim, Görretstraße

Das freistehende kleine Stallgebäude wurde etwa um 1860 aus wieder verwendeten Hölzern erbaut. Es ist ebenerdig mit vier Stallboxen aus Werkstein, darüber die Heulage, mittig ein überdeckter Einstellplatz. Das Gebäude wurde 1990 von Mitgliedern des Heimat- und Museumsvereins Kraichtal vor dem Abbruch gerettet und restauriert.

Trockenmauer

Die Gochsheimer Vorstadtmauer verläuft direkt neben dem Mühlkanal und wurde seit Jahrhunderten immer wieder durch Hochwasser geschädigt. Der Bauzustand war vor Jahren extrem gefährdet, als mehrere neue Einstürze erfolgten.  

In einer beispielhaften Initiative mit 1400 Arbeitsstunden der Mitglieder, aber auch durch die Beauftragung einer ansässigen Fachfirma, konnte die Ruine in ihrem Bestand für die nächsten Generationen gesichert werden. Kostenträger waren das Landesdenkmalamt, die Stadt Kraichtal, die Denkmalstiftung Baden-Württemberg, der Heimat- und Museumsverein und Private.

Die etwa 150 Jahre alte kleine Feldkapelle in Neuenbürg wurde von den dortigen Mitgliedern wiederhergestellt.  Die Kosten für die fachgerechte Restaurierung der, Figurengruppe brachte die Bevölkerung durch Spenden auf.

Die Gochsheimer Trockenmauern waren bis 1995 in einem weitgehend desolaten und gefährlichen Zustand.  Wider Erwarten schnell konnte die Planung des Heimat- und Museumsvereins für die umfangreiche Reparatur umgesetzt werden.  Wegen des notwendigen Maschineneinsatzes und der schwierigen, steilen örtlichen Voraussetzungen wurden die Arbeiten in eineinhalb Jahren von zwei Männern einer Fachfirma durchgeführt.  Die Kosten betrugen rund 650.000 DM.  

An dieser konzertierten Aktion waren beteiligt: die Bezirksstelle für 

Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe, der Heimat- und Museumsverein Kraichtal, der Landesnaturschutzverband Baden Württemberg, das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, die Stadt Kraichtal, die Stiftung Naturschutzfonds beim Ministerium Ländlicher Raum, die evangelische Kirchengemeinde als Grundstücksbesitzer und Private.

Stuckdecke

Die 400 Jahre alte Stuckdecke im Turmzimmer des Gochsheimer Schlosses wurde auf Veranlassung des Heimat- und Museumsvereins instandgesetzt.  Die Kosten von ca. 50.000 DM werden nicht zuletzt durch Veranstaltungserlöse, wie beim "Tag des offenen Denkmals" 1998 aufgebracht.  Auch das Denkmalamt leistet einen Zuschuss.

Wasserschlossruine

Das Wasserschloss Menzingen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es wurde in den letzten Kriegstagen 1945 durch Bomben zerstört und befand sich fast 50 Jahre lang im wildromantischen "Domröschenschlaf". Da aber bei dem weichen Sandstein und durch die Überwucherungen laufend weitere Schäden entstanden sind, zerfiel die Ruine immer mehr. Im Jahre 1992 konnte die Menzinger Gruppe des Vereins in regelmäßigen Arbeitseinsätzen mit der Sicherung der Ruine beginnen. Bisher sind mehr als 3000 freiwillige Arbeitsstunden abgeleistet, die Brücke über den Wassergraben repariert und ein Wendeltreppenturm weitgehend gesichert.  Auf die Bau- und Kostenplanung des Heimat- und Museumsvereins erteilte nach der Denkmalstiftung Baden-Württemberg auch das Landesdenkmalamt einen Zuschuss in erheblichem Umfang.  

Der erste Bauabschnitt, der 1998 durch Fachfirmen durchgeführt wurde, verursacht Kosten von über 600.000 DM. Weitere Bauabschnitte wurden in den Folgejahren abgeschlossen. 

 

Unser Verein ist durch viele Arbeitsstunden der Mitglieder, die Planung sowie durch Veranstaltungserlöse an dem Projekt beteiligt.  Die Bauleitung und statische Betreuung wurde von einem Kraichtaler Statikbüro ehrenamtlich übernommen. Auch der Eigentümer, Baron von Mentzingen, hat mit beträchtlichen eigenen Mitteln die Erhaltungsmaßnahmen unterstützt.

Künftig wird die eindrucksvolle Ruine einen imposanten Rahmen für künstlerische Darbietungen abgeben.

Das alte Torwächterhaus in Münzesheim gehört der Stadt und wurde in genau zweijähriger Arbeit und 1500 Arbeitsstunden durch die Vereinsmitglieder in Münzesheim nach den Vorgaben des Denkmalamtes instandgesetzt.  

Es dient inzwischen als kleines, aber feines Gebäude in dem etwa zweimal im Jahr kleinere Ausstellungen durchgeführt werden.

Hausschild

Das Hausschild aus Eichenholz hat einen querliegenden ovalen gebauchten Schriftteil, der von sehr schön profilierten Pflanzen-ornamenten üppig umrahmt wird. Als Krönung sitzt oben ein bunter Zunfthut mit Edelsteinen.  Die Beschriftung gibt Auskunft über das Entstehungsjahr, das Handwerk des Erbauers und seinen sowie seiner Frau Namen. Das Handwerkszeichen zeigt gekreuzt die Werkzeuge eines Glasers, wobei hinten quer auch das Zugeisen zur Fertigung von Bleisprossen zu sehen ist.

Das 160 x 70 cm große Eichenholzschild war trotz fast 300 Jahre Bewitterung erstaunlich gut erhalten.

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