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Natur

Bauerngärten

Der Arbeitskreis Natur befasst sich hauptsächlich mit der Erhaltung der landschaftstypischen Gegebenheiten im Kraichgau.  Insbesondere soll den Einwohnern von Kraichtal und Umgebung die Erhaltung und Pflege der Streuobstwiesen und alles, was damit zusammenhängt, nahegebracht werden.  So fanden bereits Kurse zum Putzen von alten Holzfässern, zum Mähen von Obstbaumwiesen mit der Sense, dazugehörend das Dengeln (=Schärfen) derselben sowie verschiedene Baumschnittkurse statt.  In Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Stadt Kraichtal und der Streuobstinitiative des Landkreises Karlsruhe wird die Herstellung von Saft aus Streuobst der Gegend und die gewinnbringende Vermarktung des "Äpfele" gefördert.

Ferner ist es ein Anliegen des Arbeitskreises, die Menschen auf die noch vorhandenen zahlreichen Pflanzen auf Wiesen und Wegrändern hinzuweisen.  Aus denselben können auch heute noch - oder wieder vermehrt - Tees und sonstige heilende Mittel hergestellt werden.  Ebenso kann man viele wildwachsenden Kräuter in der Küche verwenden.  Die sachkundigen Führungen fanden stets regen Zuspruch.  Auch eine Fotoausstellung mit wunderschönen Aufnahmen von bunten Blumen wurde erstellt.  Sie sollte insbesondere das Interesse der Kinder an der heimischen Flora wecken und wurde daher in den Schulen der Umgebung gezeigt.  Führungen durch die hiesigen Wälder gab es ebenfalls.  Einmal erklärte ein Forstmann die Bewirtschaftung der Bäume, eine anderes Mal wurden Pilze gesammelt.

Der Arbeitskreis Natur arbeitete auch an der Restaurierung der Trockenmauern in Gochsheim mit.  Dabei wurde - wie auch sonst immer - die Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Stadt Kraichtal sowie anderen Gruppen und Institutionen des Naturschutzes gesucht.

Der Arbeitskreis Natur hat 2005 begonnen, in Gochsheim, am Ufer des Kraichbachs, einen Garten für alle Sinne anzulegen.

Kernstück dieses Gartens ist ein Barfusspfad in der Form eines Labyrinthes, in welchem man über verschlungene Wege zu einem Mittelpunkt kommt. Aber auch Kräuter, Heilpflanzen und duftende Sträucher erfreuen die Sinne. 

Der Arbeitskreis Natur konnte im April 2006 den Sinnengarten eröffnen. Der Barfusspfad in Form eines Labyrinths, ist ausgestattet mit 14 verschiedenen Materialien, mal weich, mal etwas härter. Zum Abschluss einer Begehung können die Füße mit frischem Wasser aus dem Bach gewaschen werden.

Außerdem gibt es ein Kräuterbeet, bei welchem die Besucher Tees und Heilpflanzen kennen lernen und probieren können. Auch Sachen zum Riechen und Hören werden angeboten, ebenso wie Beeren und Früchte von Sträuchern und Bäumen.

Eine Sitzgruppe am Bach lädt ein zum ruhigen Betrachten der Natur und des Wassers.

An Sonntagen - abhängig vom Wetter - kommen teilweise viele Besucher. In zahlreiche Führungen mit Kindern und Erwachsenen konnte das Anliegen des Sinnengartens zahlreichen Besuchern nahe gebracht werden.

Ein besonderes highlight in 2006 war das meditative Tanzen zur Mittsommernacht beim letzten Tageslicht und danach beim Schein von Fackeln.

Die Mitarbeiter des Arbeitskreises hoffen auf einen weiteren Ausbau mit Klangobjekten, einem Beet mit buntblühenden Stauden und einem Zugang zum Wasser im nächsten Jahr.

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