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Aus dem Arbeitskreis „Erfassung von Kleindenkmalen und Grenzsteinen in Kraichtal“

     In jedem Dorf sind sie zu finden, die Kleindenkmale und Grenzsteine. Oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen, zuweilen versteckt oder verschüttet, gehören sie dennoch zum Erscheinungsbild unserer Gemeinden. Gerade sie sind es, die uns viel über die Vergangenheit erzählen können.

    Wie kam es, dass in Gochsheim und Münzesheim Sühnekreuze errichtet wurden? Warum gibt es in Landshausen Schwedenkreuze? Was erzählen uns Bild- und Wappensteine, was Inschriften an Häusern und Hofeinfahrten? Warum errichteten Menschen über die Fluren verstreut Hochkreuze? Was bedeuten ein auffliegender Rabe auf einem Grenzstein und was ein abgebildeter Abtstab?

   Aus Interesse an solchen Fragestellungen hat sich am 07. Mai 2015 der Arbeitskreis „Erfassung von Kleindenkmalen und Grenzsteinen in Kraichtal“ gegründet. Unser Ziel ist es in ganz Kraichtal die entsprechenden Kleindenkmale in Bild und Beschreibung festzuhalten. Deshalb suchen wir in allen Stadtteilen Mitstreiter, egal ob sie Mitglied des Heimat- und Museumsvereins Kraichtal sind oder nicht.

    Wir sehen uns als Pilotprojekt für den Landkreis Karlsruhe und Teil einer landesweiten Dokumentation.

    In den letzten Zusammenkünften widmeten wir uns der Erfassung von alten Grenz- oder Gemarkungsteinen. Dafür braucht man das entsprechende Kartenmaterial. 1864 wurden „auf dem Großherzogl. Katasterbureau “ Übersichtspläne von jedem Ort gezeichnet. Die Gemarkungssteine sind darauf mit Nummern versehen, wie sie auch vor Ort am Stein eingemeißelt sind. In den 1950er Jahren wurde die historischen Gemarkungskarten letztmals überarbeitet. Wir konnten uns diese Karten beschaffen. Sie bilden jetzt Grundlage unserer Erfassung. Für ganz Kraichtal werden mehr als 2000 Gemarkungssteine aufgeführt, von denen allerdings ein Großteil nicht mehr auffindbar ist. In der freien Feldflur ist fast kein alter Stein mehr zu sehen. Am Waldrand und innerhalb des Waldes kann man einzelne Entdeckungen machen. Dort droht den Steinzeugen vor allem bei Baumfällarbeiten und Holzabfuhr Gefahr.

    Einer der ältesten Gemarkungsteine stammt aus Landshausen. Er wurde im Jahre 1670 errichtet und markiert die Grenze zwischen Landshausen und Menzingen. Während die Landshausen zugewandte Seite stark verwittert ist und nur das L bruchstückhaft zu erkennen ist, zeigt die andere Seite neben der Jahreszahl 1670 auch einen auffliegenden Raben, GM (für Gemarkung Menzingen) und eine Steinnummer. Die oberen Steinschichten sind lose und drohen abzubrechen. Ein auffliegender Rabe, sonst auf keinem Stein abgebildet, ist das Wappentier derer von Mentzingen. Er wird später abgelöst durch das Mühlrad des Menzinger Wappens.


   In der Ortsmitte von Landshausen steht das Hochkreuz aus dem 16. Jahrhundert. Das kleine Steinkreuz daneben ist 100 Jahre älter. Es heißt im Volksmund „Schwedenkreuz“ und soll an die Gräueltaten des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) erinnern.  

                                        Walter Blösch

 

 

 

 

 

Der lange Weg zum Gochsheimer Gemeindebackhaus

Dass technische Großprojekte unserer Tage häufig zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen führen, nehmen wir meist nur noch achselzuckend zur Kenntnis. Aber ein so überschaubares Vorhaben wie der Bau eines kleinen Backhauses für Gochsheim? Auch wenn die Umstände im 19. Jahrhundert ganz andere waren, so ist es doch erstaunlich, dass über 50 Jahre vergehen und an die Hundert Briefe, Protokolle und Aktennotizen gefertigt werden mussten, bis das Häuschen in der Hinteren Gasse in Betrieb gehen konnte. Aber folgen wir den Aufzeichnungen im Stadtarchiv Kraichtal der Reihe nach.1

Amtliche Überzeugungsarbeit für einen Gemeindebackofen

Im Dezember 1831 empfahl das Direktorium des Murg- und Pfinzkreises Durlach den Gemeinden eine jüngst in der Müllerschen Hofdruckerei zu Karlsruhe erschienene „Anleitung zur Einrichtung allgemeiner Backöfen“ der besonderen Aufmerksamkeit. Dem Vorschlag, das Werk anzuschaffen, folgte der Gemeinderat in Gochsheim unter Hinweis auf die Kosten allerdings nicht. Das Bezirksamt Bretten fasste im Februar 1833 nach und verwies auf die „großen Vortheile“ solcher Öfen, die zudem „bereits allgemein im Württembergischen eingeführt sind“. Ob sich die Gemeinde wie gefordert binnen 6 Wochen dazu äußerte, lässt sich den Akten nicht entnehmen. Im Juli 1835 teilt sie dem Bezirksamt jedenfalls mit, dass gegenwärtig die Mittel fehlen und das Geld aufgenommen werden müsste. Der Gemeindebackofen sei aber für 1836 eingeplant.

Doch in der Bürgerschaft regte sich Widerstand. Bei einer Gemeindeversammlung im Dezember 1835 ergab die namentlich festgehaltene Abstimmung lediglich 19 Ja- bei 129 Neinstimmen! So ging es zehn Jahre lang weiter: Das Bezirksamt mahnte zum Bau des Backofens, kritisierte die mangelnde Einsicht der Bürger - aber die Gemeindeversammlungen lehnten immer wieder ab.

Die Macht der „Weiber“

Irgendwann schien der amtliche Druck zu groß geworden zu sein, denn der Gemeinderat hat im Juni 1854 – wieder war ein Jahrzehnt vergangen – beschlossen, „von einem Sachverständigen Plan und Kostenüberschlag über diesen Bau fertigen zu lassen“ und die nötige Summe aufzunehmen. Architekt Schneeberger legte detaillierte Pläne für einen Ausbau der Kelter hinter der Kirche vor, doch der Kostenvoranschlag von über 1.000 Gulden wirkte als Schock: Der Baubeschluss wurde Ende 1854 wieder aufgehoben.

Die Kosten waren nicht der einzige Grund für diesen Rückzieher. Im August 1856 berichtet die Gemeinde an das Amt, dass „durch den Einspruch eines großen Theils der Bürgerschaft und namentlich der Weiber (die) Ausführung verhindert“ wurde. Der geplante Ort des Backofens sei zu entlegen und im Winter bei Glatteis ist es dem unteren Teil der Bewohner unmöglich, hier zu backen. Jetzt wurde es dem Bezirksamt endgültig zu bunt: Es könne doch nicht sein, dass „die Einsprüche einzelner Bürger oder gar Weiber jetzt mehr berücksichtigt“ werden als die guten Gründe für den Bau des Backofens.

Die Lösung naht

Wir könnten noch aus zahlreichen Mahnungen des Bezirksamtes, Ortsterminen und ausweichenden Antworten der Gemeinde zitieren. Doch schauen wir lieber auf das positive Ende: Als 1867 das Haus des Lammwirts Wilhelm Scheeder nebst Scheune und Garten zum Verkauf stand, griff die Gemeinde zu. Neben dem Lamm war ein Platz für das Backhaus gefunden, der den Wünschen der Bevölkerung offenbar entgegenkam und außerdem eine Verbreiterung der Straße ermöglichte. Die Bürgerversammlung sprach sich denn auch mehrheitlich für den Ankauf aus.

Das Gemeindebackhaus wurde nun rasch gebaut, aber offenbar zu schnell und unter hohem Kostendruck. Schon 1884 ist das Gebäude „in allen Teilen derart verwahrlost und baufällig“, dass eine Reparatur nicht mehr sinnvoll erschien. Jetzt endlich besann man sich auf eine solide Bauweise und das Haus wurde in der heutigen Form 1887/88 errichtet.

Die Einweihung hätte nach dem langen hin und her eigentlich ein großes Dorffest verdient gehabt, doch das holt der Heimat- und Museumsverein Kraichtal jetzt alljährlich mit dem Gochsheimer Familienbacktag nach. Zwei Voraussetzungen waren dafür notwendig: 1978 stellte der damalige Bürgermeister Berthold Zimmermann das Gebäude dem Bäckerfachverein Bruchsal zur Verfügung, der hier das Badische Bäckereimuseum einrichtete und der lange Zeit nicht mehr benutzte Ofen wurde in den 1990er Jahren auf Initiative des Heimat- und Museumsvereins ertüchtigt und wieder in Betrieb genommen.

                                                                         (Karl-Heinz Glaser)

1 Stadtarchiv Kraichtal, Abt. Gochsheim, A 1965 undB 128.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der „Mentzinger Hof“ in Gochsheim

         ein Haus mit langer Tradition

    Spaziergehenden Besuchern fällt das Haus in der Hauptstraße 97 sicher auf. Nicht nur wegen der abgeschrägten Hofeinfahrt, die früher eine bequeme Einfahrt mit Pferdefuhrwerken von der Talseite her ermöglichte, sondern auch wegen der Konsolsteine die das überstehende Obergeschoss abstützen.


   Diese Konsolsteine stammen wahrscheinlich vom Hinteren Schloss, dessen Ruine nach der Zerstörung beim großen Stadtbrand 1739 über Jahre brach lag und von den Einwohnern als willkommene Quelle für dringend benötigtes Baumaterial benutzt wurde.

   Ursprünglich, kurz nach der Stadtgründung, war an dieser Stelle der Erblehenhof des Ebersteiner Vasallen Ritter Eberhard von Hyrzberg1, der „Hirschberghof“. Das Nachbarhaus, die heutige Stadtapotheke, war der frühere Erblehenhof des Ebersteiner Vasallen Ritter von Nordheim 2, früher „Symodenhof“ genannt.

   Oberster Lehnsherr war der jeweilige Landesherr, König oder Herzog, der Lehen an seine Fürsten vergab. Diese konnten wiederum Lehen an andere Adelige vergeben, die sich von ihnen belehnen lassen wollten und      oft in der Adelshierarchie unter dem Lehnsgeber standen. Ein Lehen wurde    als Entlohnung für die Verpflichtung zu einem Dienst vergeben. Bei einem Erblehen traten die Erben des Lehensnehmers automatisch in dessen      Rechte und Pflichten ein.

    Beide Höfe gingen 1566 in den Besitz der Junker von Mentzingen über, (seitdem und bis heute „der Mentzinger Hof“ genannt). Hiervon zeugt eine Inschrifttafel im Innenhof.

    Heinrich Käser hat 1967 vom Gedenkstein, als noch Fragmente gut zu lesen waren, eine Zeichnung des Textes und der Wappen gefertigt 3.

          ANNO DNI 1566 HAT PETER

 

       V MENCZINGEN UND OTYLIA V

 

   MENCZINGEN GEBORENE V ROSZAW

 

  SEIN ELICHE HAUSFRAW DIESE BEHAUS

 

     UNG NEW ERBAUT MIT GOTTES HILF

 








 

   Der Stein zeigt links oben das Wappen der Barone von Mentzingen, den Schwan und im Schild den auffliegenden Raben.

    Der auffliegende Rabe weist auf die Stammverwandschaft zu Raban „der Alte“, dem Besitzer der Ravensburg bei Sulzfeld.

    So haben neben den Baronen von Mentzingen auch die Herren Göler von Ravensburg und die Herren von Helmstatt den Raben im Wappen. Die Wappenzier ist unterschiedlich, nämlich den Schwan, den Raben, bzw. die Büffelhörner. Die weiteren Wappen werden trotz der starken Beschädigungen von Rossau, Göler von Ravensburg und den Herren von Liebenstein zugeschrieben. 4

 










 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mehrere Gewölbekeller, gewinkelt ineinander übergehend, zeugen von dem hohen Alter der Fundamente (12. Jht.?). Das Haus selber wurde im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689 und ein weiteres mal beim Brand 1739 zerstört, danach wieder aufgebaut und in den folgenden Jahren umgebaut und modernisiert.

    Ein weiterer behauener Stein mit noch nicht indentifizierten Symbolen und Motiven (auf dem Kopf stehend vermauert ?) befindet sich in der Hofeinfahrt des Hauses.

       Dank gilt den jetzigen Eigentümer, die dies einmalige Zeugnis der

              Gochsheimer Geschichte bewahren und pflegen.

                                                                                                                    Fotos: Josef Pable                                                                                                                                                  Hajo Rheinstädter                                                                                                                                 Helmut Will                                                                                                                                               Text: Helmut Will

Rudolf Herzer, in Sippenbuch der Stadt Gochsheim, 1968, Seite 10

    Herzer gibt am Ende seiner Abhandlung eine Vielzahl von Quellen an, ohne sie im Einzelnen bestimmten

    Stellen im Text zu zu ordnen.

Item

3  item Seite 86

Jemanden an den Pranger stellen ....

…. dies war im Mittelalter und zum Beginn der Neuzeit eine Strafe für ehrloses Verhalten, wie zum Beispiel: üble Nachrede, Verbreitung von Gerüchten, ehrrührige falsche Behauptungen, Schmähungen, usw. Sie konnte aber auch gegen zänkische Weiber, Streit und übles Verhalten im Suff und ähnliches ausgesprochen werden. Auch Krämer oder Händler die mit üblen Tricks, falschen Gewichte, manipulierten Waagen, Falschgeld oder absichtliches Falsch-Herausgeben erwischt wurden, wurden – solange es sich um kleine Werte handelte – an den Pranger gestellt. Gerade für ortsansässige Krämer konnte dies einen wirtschaftlichen Bankrott bedeuten. Die öffentliche „Bekanntmachung“ derartigen Fehlverhaltens eines Krämers führte meist zu Kaufverweigerung der Bevölkerung, soweit andere Einkaufsmöglichkeiten bestanden. Fahrende Krämer oder Händler waren vor derartig weitreichenden Konsequenzen gefeit, sofern sie eine hinreichend große Distanz zur nächsten Verkaufsstelle wählten.

Die Strafe des „an den Pranger oder auch Schandpfahl Gestellten“ bestand in erster Linie aus der öffentlichen Schande, welche der Verurteilte zu erdulden hatte und die vielfach ein normales Weiterleben in der Gemeinschaft unmöglich machte, oder zumindest sehr erschwerte. So hatte er die Schmähungen der Passanten zu erdulden, den Bewurf mit faulen Äpfeln oder Ähnlichem, das Bespucken, manchmal auch Prügel zu ertragen. Insbesondere taten sich Kinder hervor, da war der Verurteilte ja weitgehendst wehrlos.

Der Ort des Prangers war so gewählt, dass die gewünschte Öffentlichkeit gewährleistet war. Manchmal wurde dem Delinquenten ein Halseisen angelegt, das dann am Rathaus, der Kirche oder einem anderen öffentlichen Gebäude befestigt wurde. Auch ein in den Boden eingelassener Pfahl aus Holz oder eine Steinsäule wurden verwendet. Bei einem Sitzpranger, auch Schandstuhl oder Sitzesel genannt, wurde der Verurteilte auf einem öffentlichen Platz sitzend zur Schmähung gestellt. Eine besondere Variation war ein Käfig zum Stehen oder Sitzen. Die Verurteilung mit öffentlicher Schmähung sollte auch die Wiederholung des Deliktes und mögliche Nachahmungen verhindern

Das an den Prangerstellen war in Europa aber auch in Asien durchaus weit verbreitet, war es doch eine Strafe, die in ihren Konsequenzen für den Delinquenten weit unter einer Verurteilung zu Gefängnis oder einer Körperstrafe angesiedelt war. Natürlich kam sie nur bei vergleichsweise geringer Verfehlung zur Anwendung.

Auch der Gochsheimer Scharfrichter hatte „Jemanden an den Pranger stellen“ in seinem Leistungsverzeichnis. Diese Tätigkeit wurde mit 2 Gulden vergütet, in gleicher Höhe wie z. B. „ einem Gotteslästerer oder sonstigen Verbrecher eine Maulschelle zu geben“, aber deutlich weniger als „einem den Degen zu zerbrechen und ins Gesicht schlagen“ was 10 Gulden kostete (ebenfalls eine Strafe für ehrloses Verhalten, für Soldaten bei Feigheit). Es ist naheliegend zu vermuten, dass der Scharfrichter während der gesamten Dauer der Anprangerung anwesend war, um eventuelle Ausuferungen zu unterbinden.

Einer der letzten Fälle von öffentlicher Anprangerung dürfte im Jahr 1853 in Berlin zu verzeichnen sein: Auf dem Höhepunkt der Reaktion auf die Revolution von 1848 in Preußen, wurde auf dem Hausvogteiplatz eine Frau wegen Meineids an den Pranger gestellt:

„… als es uns auffiel, dass sich vor der Hausvogtei eine neugierige Menschenschar unruhig vor etwas herumdrängte. Wir beschleunigten unsere Schritte und erblickten nun eine schon ziemlich bejahrte, korpulente Frau, mit den Händen rücklings an einen Pfahl gebunden, über dem zu lesen war: ‚Wegen Meineid‘. Man schrieb damals 1853. Es war also ein auf der Höhe der Reaktion gemachter Versuch, die mittelalterliche Strafe des Prangers wieder einzuführen. Als wir um zwölf Uhr auf dem Rückwege an derselben Stelle standen, war das uns Jungen natürlich sehr interessierende Schauspiel bereits von der Bildfläche verschwunden. Die Regierung hatte wohl eingesehen, dass sie nach 1848 so etwas den Berlinern nicht mehr bieten durfte.“ 1

 

Auf verschiedenen Reisen und Ausflügen haben meine Frau und ich immer mal wieder Pranger unterschiedlicher Bauart gesehen, hier drei gut erhaltene Beispiele:


 

        In Norddeutschland                                    Schwäbisch Hall 2                                            Staufen

 

Eine moderne Form des öffentlichen Prangerns ist der „shit storm“. Während bei dem mittelalterlichen Prangern eine Verhandlung mit Verurteilung – so gerecht oder ungerecht sie auch immer gewesen sein mag – gegeben war, ist man dem „shit storm“ wehrlos ausgeliefert. Und deshalb ist moderner „shit storm“ nicht gleich dem mittelalterlichen ….

 

Eine moderne Form des öffentlichen Prangerns ist der „shit storm“. Während bei dem mittelalterlichen Prangern eine Verhandlung mit Verurteilung – so gerecht oder ungerecht sie auch immer gewesen sein mag – gegeben war, ist man dem „shit storm“ wehrlos ausgeliefert. Und deshalb ist moderner „shit storm“ nicht gleich dem mittelalterlichen ….

Eine moderne Form des öffentlichen Prangerns ist der „shit storm“. Während bei dem mittelalterlichen Prangern eine Verhandlung mit Verurteilung – so gerecht oder ungerecht sie auch immer gewesen sein mag – gegeben war, ist man dem „shit storm“ wehrlos ausgeliefert. Und deshalb ist moderner „shit storm“ nicht gleich dem mittelalterlichen ….

                                                        Jemanden an den Pranger stellen.

1  Johannes E. S. Schmidt,

    Die Französische Domschule und das Französische Gymnasium zu Berlin,

    Schülererinnerungen von 1848- 1861

    Herausgegeben und kommentiert von Rüdiger R: E: Fock,

    Verlag Dr. Kovac, Hamburg 2008, ISBN 978-3-8300-3478-0 Seite 35

 

 

2  Schwaebisch Hall Pillory


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